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...einer Sucht verfallen zu sein, die körperlich und mental abhängig macht (dazu gehören nicht nur Suchtmittelgebundene Süchte), musst du zuerst den körperlichen Entzug überstehen. Den will ich nicht kleinreden, ganz im Gegenteil! Worte reichen nicht, ihn zu beschreiben und darum lasse ich es.

 

Aber folgendes:

Du kannst den körperlichen Entzug deines Suchtstoffes alleine schaffen, das nennt sich dann ein kalter Entzug. Du kannst ihn sogar 100 Mal schaffen, den kalten Entzug. Ich sage jetzt extra nicht "kein Problem", denn ein kalter Entzug ist genau wie jeder andere Entzug die Hölle. Falls du die Ironie im Satz davor überlesen hast hier noch ein Mal: du kannst ihn 100 Mal schaffen.

Denn 100 Mal gehst du danach schnurstraks wieder zurück zu deiner Freundin.

Vor dem Entzug ist nach dem Entzug.

 

Ich habe viele, viel zu viele körperliche Entzüge gemacht. Kalt. Zu Hause, alllein und ohne einer Einrichtung, die mir "einen sicheren Rahmen" bot, wo ich in diesen Tagen wenigstens die Gewissheit gehabt hätte, dass mich die Bestie nicht krepieren lässt. In diesen Tagen rottest du vor dich hin, denn dir fehlt die Kraft, eine Tasse zu halten um zu trinken, ein Stück Brot zu essen, duschen oder baden zu gehen... ich will das nicht weiter ausführen, aber Fakt ist:

 

Wenn du mit dem körperlichen durch bist, bist du derart fix und fertig, dass der Dämon in deinem Kopf so leichtes Spiel mit dir hat,

dass du in null Koma Nichts wieder gleich weit bist, wie vor dem Entzug.

 

Das ist ein sinnloser Teufelskreis (im wahrsten Sinne des Wortes) und daher gibt es nur eins das dir hier echte Hilfe bieten kann:

Hol dir Hilfe, geh in eine Klinik! Alleine hast du keine Chance, ich garantiere es dir.

 

 

Wenn du diesen Teil (nach X Anläufen) überstanden hast, kommt der Teil, der niemals aufhören wird. Bei dem dir aber auch keine Einrichtung helfen kann, denn leben musst du selber.

 

Der Teil, der niemals aufhören wird