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Wenn du den körperlichen durch hast, die Bestie dich nicht mehr steuert und regiert, fängt erst der eigentliche, der wahre Kampf an:

Der Kampf gegen den Dämon, den du dein Leben lang nie mehr loswerden wirst!

 

Egal ob in der stationären Therapie oder der darauf folgenden ambulanten Betreuung: In der Regel hilft es, sich mit anderen Leidensgenossen austauschen zu können. Mit Menschen reden zu können, die verstehen, wovon man spricht, womit man zu kämpfen hat, welche Nöte, Ängste, Probleme einen plagen, wie der Dämon in dir zerrt und reisst und mit welchen Mitteln und Methoden er dich wieder in seine Gewalt zu bringen versucht.

Ich sagte "in der Regel" hilft es. Oft hilft es. Aber meiner Erfahrung nach kann es auch gefährlich werden, mit Leidensgenossen zu sprechen: Hast du selber im Moment nicht genügend Distanz zu deinem eigenen Dämon und ein anderer berichtet in allen Formen und Farben von seiner letzten Begegnung mit der Bestie, kann es - so verkehrt das für jeden Aussenstehenden auch klingt - verdammt schnell gehen und du stehst auf derselben Klippe wie der andere, der grade davon berichtet hat.

Dann liegt es an dir (tut es ja immer), dich wiederum den anderen, der Gruppe mit zu teilen und so aktiv Hilfe zu "holen". Klingt einfach, ist es überhaupt nicht.

Dennoch ist der Austausch mit anderen wichtig. Du musst dich mit deiner Bestie, deinen Dämonen auseinandersetzen und es hilft, dies mit anderen zu tun, die dasselbe durchmachen oder durchgemacht haben wie du.

 

 

Vielleicht hilft es dir, dich einer Gruppe an zu schliessen.

Da gibt es die AAA.

Ich hab schon gehört, dass es vielen Alk Junkies hilft, sich in und durch regelmässige Treffen mit Leidensgenoosen austauschen zu können und dass das absolute Alkoholverbot sie wirklich davor bewahrt, jemals wieder ab zu stürzen.

Ich selber war an so einem Treffen ein einziges Mal; mir hat das gereicht um zu kapieren, dass ich mit den dort herrschenden Regeln und Dogmen nicht klar komme. Für mich war das Scheinhilfe. Aber das ist mein Ding. Nur weil es für mich nicht passt, heisst das nicht, dass es falsch ist.

Da die AAA offensichtlich hunderten oder tausenden Alk Junkies hilft, ihre Sucht, ihre Bestie, ihren Dämon in Schach zu halten, muss es wohl so sein, dass manche Menschen diesen Rahmen benötigen oder brauchen können, also kann es so schlecht nicht sein.

Also geh hin und überzeuge dich selbst davon.

 

Oder die Weight Watchers.

Auch dies eine Organisation, von der man immer wieder gutes hört oder liest, wo Menschen berichten, dass sie dank Weight Watchers ihre Essprobleme in den Griff bekommen haben. Persönlich kenne ich niemanden, der das bestätigen kann, aber wie schon gesagt: nur weil ich nichts damit anfangen kann, heisst das nicht, dass es für dich nicht das richtige ist.

Also geh hin und mach dir selbst ein Bild.

 

Suchtberatungsstellen bieten meist Gruppentherapien als auch Gesprächstherapien mit geschultem Personal an.

Auch hier kann ich nur sagen: geh hin und mach dir dein eigenes Bild. Möglich, dass dir eine Gruppe hilft, während einem anderen eine Gruppe das Gegenteil von hilfreich ist. Und umgekehrt.

 

Ich schätze, die Wichtigste Einsicht ist, dass nur du allein herausfinden kannst und musst, was für dich der richtige Weg ist und wo du die Unterstützung findest, die dich im Kampf gegen deinen Dämon stärkt.

Andere können dich nur unterstützen, aber gehen, musst du den Weg allein!