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Ich trage nicht die äusserlichen Spuren des Junkies.

Ich könnte jeder sein, dem ihr da draussen auf der Strasse begegnet, ihr würdet mich nicht erkennen.

 

Aber ich bin nicht jeder, ich bin anders. Äusserlich sind keine Narben und Zeichen geblieben.

Meine Narben sind unsichtbar für des Menschen Augen, man könnte sie nur mit dem Herzen fühlen.

Oder indem man ganz genau hin hört.

Etwas, was ihr nicht könnt, weil es Eure Vorstellungen sprengt.

Was ihr seht und was ihr glaubt, ist das, was ihr sehen wollt.

 

Die Lücken in meinem Lebenslauf kann ich ausgezeichnet erklären, ohne auch nur die Spur eines Zweifels in meinem Gegenüber zu erwecken. Gelogen.

Die paar äusserlichen sichtbaren Narben, auf die mich selten jemand an zu sprechen getraut (Wieso nicht? Ganz einfach: weil ihr euch nicht traut), kann ich erklären. Alle Gelogen.



Die waghalsigen unter Euch, die sich hin und wieder trauen, Fragen zu stellen auf die ihr die Antwort nicht wissen wollt/nicht erfassen könnt, sehen und glauben schlussendlich das, was ich euch sehen lasse.

Ihr glaubt mir, weil ihr mir glauben wollt. So einfach ist das.

Es ist das kleine Einmaleins, das jedes Kind kennt.

Und jeder Junkie beherrscht.



Ich bin anders als ihr.  Das ist nichts, worüber ich mich freue. Es ist eine Last und es ist ein Fluch.

Und es macht einsam.

Aber damit muss ich leben. Und kann es.